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Praxis des Clickertrainings

Clickermodelle

Ohne Clicker keine Praxis!

Sie benötigen einen Knackfrosch oder etwas mit der gleichen Funktion.

Richtig gelesen - ein Clicker (Klicker) ist nichts anderes als ein "Knackfrosch". Jedes Objekt, das ein nicht zu lautes knackendes Geräusch erzeugt, ist geeignet.
Sie können Clicker in der verschiedensten Qualität kaufen. Sie können aber auch den Deckel einer Fruchtsaft-Flasche oder das Schnalzgeräusch Ihrer Zunge verwenden. Auch ein Piepston ist gut geeignet.

Eine kleine Auswahl an Clickern.

Oben der klassische Boxclicker

Den Box-Clicker sollte man immer in der richtigen Lage in der Hand halten (Band), sonst drückt man auf die stumme Seite.

Unten rustikale und moderne Ausführungen. Achten Sie auch auf ihre Lautstärke.

Der "Button-Clicker" ist angenehm mit Handschuhe zu betätigen, man kann einfach mit der flachen Hand draufdrücken, wenn man ihn umhängen hat. Drückt man beim schnellen Griff etwas schräg drauf, clickt er gar nicht.

Trotz Clicker sollte man beide Hände frei haben, den Clicker aber immer griffbereit in der richtigen Lage. Ein Clicker am Band ist die Lösung. Ein Schweißband, ein Armband für Schiedsrichter, beides geht. Aber wie am Clicker befestigen?
Bei Clickern mit Öse ist es einfach. Aber diese Ösen brechen gelegentlich ab. Deswegen zeige ich Ihnen meine Lösung, die mich noch nie im Stich gelassen hat.

So wird aus einem Box-Clicker ein
Armbandclicker für stärkste Belastungen

Sie benötigen:

  • einen Boxclicker

  • eine 3mm Schnur  65 - 70 cm (kleine - große Hände)

  • eine Schlüsselfeile



Die Zutaten

Mit der Feile kerben Sie alle vier Ecken in gleicher Höhe ein.

So sehen die Kerben aus. Die Schnur sollte genau hinein passen.



Dann ziehen Sie die Schnur um die Box und knoten so dicht wie möglich am Clicker zu.



Diese Lösung hat noch einen Vorteil. Wenn die Clickerzunge einmal bricht, können Sie problemlos nach Lockern des Knotens einen neuen Clicker einsetzen.
(Das andere Ende verknoten Sie ebenfalls. Die losen Fransen verschmelzen Sie mit  mit einem heißen Gegenstand oder einer Flamme (Feuerzeug).)


Konditionieren des Clickers

Formal handelt es sich um eine klassische Konditionierung. Der Hund hört das Click-Geräusch und erhält sofort ein Futterstückchen. In einer vertrauten nicht ablenkenden Umgebung hat der Hund nach spätestens vier Wiederholungen den Zusammenhang erfasst und wird ihn testen, indem er direkt zur Clickerhand geht und sie anstupst.
Dieses Verfahren habe ich in sehr vielen Seminaren zeigen können.
Alles, was danach kommt, ist bereits das erste Shaping.
Aber
Vorsicht, sollte der Hund beim ersten Mal erschrecken, was bei ängstlichen oder zurückhaltenden Hunden leicht der Fall ist, haben wir das Gegenteil unseres Zieles erreicht. Der Clicker wird zu einem Warnsignal.
Wir vermeiden das, indem wir das sichere Verfahren anwenden.

Auf etlichen Webseiten wird folgendes Verfahren empfohlen:

Sie bieten dem Tier Futter an und clicken gleichzeitig. Etwas später achten Sie darauf, zuerst zu clicken und dann die Belohnung zu geben. Jeweils fünfmal in drei kurzen Lektionen pro Tag wiederholen. Nach wenigen Tagen hat Ihr Hund gelernt ….

Davon möchte ich abraten. Das Ergebnis liest sich dann im entsprechenden Forum so:

Mein Hund starrt mich unverwandt an und tut nichts. Was kann ich machen?“

Es ist offensichtlich. Wenn man über mehrere Tage immer wieder das Anschauen übt, kommt ungewollt auch die unregelmäßige Bestärkung zum tragen. Sie bewirkt ein intensives Verhalten der geübten Art. Da wir selber nicht immer üben, bemerken wir auch nicht, wie oft er uns anschaut. Das entspricht einer Zufallsbelohnung.

Bleiben Sie in Ihrem eigenen Interesse dabei: Nach dem dritten, vierten Click fangen wir unverzüglich mit der ersten kleinen Übung an. Das wichtigste, was der Hund am Anfang lernen soll, sind die Regeln des „Lernspiels“: Ich probiere etwas aus. Es folgt nur Gutes, schlimmstenfalls nichts.

Ein häufiger Fehler
ist es, das Futter (später auch das Spielzeug) schon in der anderen Hand bereit zu halten. Der Hund nimmt dies wahr. Die Wirkung ist die eines Clicks, aber für den Moment der Wahrnehmung, den wir nicht kennen. Wir erschweren uns so die gezielte Beeinflussung des Hundeverhaltens, indem wir eine unkontrollierte Komponente hinzufügen..


Grundregel: Erst ertönt das Click, dann geht die Hand zum Futter.


Ist das Futter vorher in der Hand, führt das früher oder später zu Fehlern, an deren Ursache man herumrätselt.

Wenn man ganz sicher gehen will, wählt man

Das sichere Verfahren
Wir beschäftigen uns spielerisch mit dem Hund, wobei er immer wieder ein kleines, begehrtes Futterstückchen erhält. Wenn der Hund richtig mit Begeisterung dabei ist, clicken wir mit der einen Hand hinter unserem Rücken, wobei wir den Clicker mit der Hand umschließen. So wird er leise. Fast gleichzeitig geben wir mit der anderen ein Futterstückchen. Allmählich lassen wir den Clicker lauter werden. Nach fünf oder sechs Wiederholungen verzögern wir ein wenig und warten auf eine Reaktion des Hundes. Was das sein wird, können wir nicht vorhersagen. Aber wenn er irgendetwas tut, Click und Futtergabe.
Jetzt folgt bereits das erste Shaping, das Formen oder auch Verändern eines auftretenden Verhaltens. Lesen Sie bitte dort weiter.

Verallgemeinerung der Bedeutung
Für den Anfang und für sehr viele Gelegenheiten ist die Verbindung Click -> Futter ausreichend. Für sportliches Tempo sind Spiel, für Alltagsverhalten das Schnuffeln oder der Kontakt zu anderen Hunden, für Angstsituationen auch Fortlaufen aus einer Situation mögliche Folgen auf ein Click.
In einzelnen Schilderungen werden Sie Beispiele dafür finden.

Bezugsquellen im Netz z.B. Ferdility-Hundeshop, Woma-Clickershop






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